Jüdische Geschichte in Osnabrück

Derzeit stecken wir mitten in den Vorbereitungen für ein zukünftiges Projekt. Einige Mitglieder hatten die Idee, ein neues Angebot im Bereich historische Stadtführungen aufzubauen. Und zwar in Hinblick auf jüdische Geschichte(n) in Osnabrück in der Zeit des Nationalsozialismus. Im Rahmen thematischer Rundgänge an historischen Orten im Osnabrücker Stadtraum werden ausgewählte Biografien jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger vorgestellt. Bei Stadtspaziergängen werden konkrete jüdische Lebensgeschichten an unterschiedlichen Orten wie Wohnorten, Geschäften und Orten der Verfolgung sichtbar gemacht.

Dadurch entsteht ein persönlicher und lokaler Zugang zur kulturellen, sozialen und politischen Geschichte Osnabrücks: Ausgehend von den vorgestellten Biografien wird einerseits die Mitgestaltung der Osnabrücker Stadtgesellschaft durch die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger vor 1933 in Erinnerung gerufen. Andererseits wird die Alltagsrealität der schrittweisen Diffamierung und Ausgrenzung bis hin zur Verfolgung und Deportation ab 1933 anhand der vorgestellten Einzelschicksale verdeutlicht.

Unsere Absicht ist es, einem breiten und insbesondere auch jungen Publikum diese bewegenden jüdischen Geschichten zu vermitteln. Angefangen bei der Integration des jüdischen Lebens in die Stadtkultur bis hin zur Vernichtung jüdischen Lebens in der Zeit des Nationalsozialismus.

Das Angebot will damit zur historisch-politischen Bildung beitragen und anhand der Kenntnis der Geschichte zur Auseinandersetzung mit aktuellen politischen Themen anregen.

Wenn es soweit ist, werden Sie hier erfahren, wann die Führungen stattfinden werden.

Gefördert durch die Stadt Osnabrück, die Herrenteichslaischaft Osnabrück und die Jüdische Gemeinde Osnabrück.

Aus dem Familienalbum von Sophie und Siegfried Flatauer, Herderstraße
Foto: © Guy Ben Hamou

Abraham Trepp mit  seinen Söhnen Leo und Martin
Foto: © Archiv Martina Sellmeyer

Kopfbild: Stadtführung, Foto: © Dieter Przygode